» Seht Ihr den Mond dort stehen? Er ist nur halb zu sehen und ist doch rund und schön.
So sind wohl manche Sachen, die wir getrost belachen, weil unsere Augen sie nicht sehen. « Matthias claudius 1740-1815

So erging es mir in meiner langjährigen therapeutischen Laufbahn auch, denn ich sah lange Zeit nur das äußere Erscheinungsbild des Patienten. Durch das Begreifen der osteopathischen Medizin wurde meine Frage, was sich wohl hinter dem sicht- und spürbaren Beschwerdebild meines Patienten verbirgt, beantwortet. Als Osteopath gehe ich konform mit einer respektvollen Haltung gegenüber den sich selbst regulierenden Kräften der Natur und glaube an die Einheit von Körper, Geist und Seele.

Leben ist bewegung im osteopathischen konzept

Es sind eben nicht nur die Muskeln und Gelenke eines Menschen, sondern jegliches Gewebe im Körper (Hirn- und Rückenmarkshäute, Nerven, Organe, Faszien), welches eine spannungsfreie Beweglichkeit innehaben muss, damit der menschliche Organismus mit all seinen Funktionskreisläufen im Gleichgewicht arbeiten kann. Es gilt also, die Störfaktoren und deren Ursachen zu erkennen und bestmöglich zu reduzieren.

Daraus ergibt sich eine ganzheitliche Annäherung an den Körper, die letztendlich versucht, in dem ausgewählten System des Patienten (z.B. muskuloskelettal, venolymphatisch, neurovegetativ, etc.) korrigierende Impulse zu setzen. Dieses erfolgt mit dem Ziel, die Selbstheilungskräfte des Patienten effektiver arbeiten zu lassen, die er zu seinem individuellen Heilungsprozess benötigt. Insofern behandle ich also keine Symptome, sondern Menschen, mit individuellen Funktionsstörungen.